:: Kulturimpulse vom 17.10.2019
Leipzig
Regina Palast
16/ 18 Uhr

Die Ereignisse von 1989 in der DDR werden wegen des friedlichen Ablaufs auch gern als Wunder beschrieben. Unzählige Schicksale wendeten sich damals in eine neue Richtung, viele davon hätten filmreife Geschichten zu erzählen. Und die gibt es ja auch: Filme über die Wende. Aber Trickfilme? Seit diesem Jahr schon: „Fritzi – Eine Wendewundergeschichte“ ist eine Koproduktion von Deutschland, Luxemburg, Belgien und Tschechien, ein Trickfilm, der im Sommer '89 in Leipzig spielt. Fritzi kümmert sich um den Hund ihrer Freundin Sophie. Doch als die nicht aus dem Urlaub in Ungarn zurückkehrt, macht sich Fritzi auf die Suche nach ihr und gerät dabei in ein Abenteuer, das die Zukunft des ganzen Landes verändert. „Fritzi – Eine Wendewundergeschichte“ basiert auf der Kinderbuchvorlage von Hanna Schott. Zu sehen ist der Zeichentrickfilm heute zwei Mal im Regina Palast Leipzig: um 16 Uhr und um 18 Uhr.

Chemnitz
Volkshochschule im Tietz (Kursraum 4.07)
18.45 Uhr

In der Chemnitzer Volkshochschule wird am Abend ein bemerkenswerter Film gezeigt: „Wo der Himmel aufgeht“ berichtet von der Jüdin Esther Bejarano, die Jahrgang 1924 ist und als Kind Auschwitz überlebte, weil sie in das dortige Mädchenorchester aufgenommen wurde. Heute ist Esther Bejarano Mitte 90 und steht noch immer als Musikerin auf der Bühne. Ihre Konzerttour mit der Kölner Hip-Hop-Gruppe Microphone Mafia vor einigen Jahren durch Kuba hat der Filmemacher Tobias Kriele mit der Kamera begleitet. Seine Dokumentation zeigt nicht nur die Begeisterung des kubanischen Publikums, sondern erzählt auch vom heutigen Kuba und dem jüdischen Leben in Havanna. Tobias Kriele kommt selbst nach Chemnitz um seinen Film vorzustellen und beantwortet im Anschluss daran Fragen aus dem Publikum. 18.45 Uhr läuft „Wo der Himmel aufgeht“ auf Spanisch mit deutschen Untertiteln im Tietz. Der Eintritt ist frei.

Dresden
Zentralbibliothek
19.30 Uhr

„Entenbrühe mit Apfelperlen“ wird heute in Dresden serviert. Bei diesem appetitlichen Titel handelt es sich um einen Fontane-Abend mit Gunter Schoß und Frank Fröhlich. Zum 200. Geburtstag von Theodor Fontane folgen der Schauspieler und der Gitarrist den lustvollen Beschreibungen und den kulinarischen Erlebnissen des Schriftstellers in einem herzhaften und geschmackvollen Programm. In seinem literarischen Werk schaut Fontane gern in die „Töpfe bürgerlicher Köchinnen und auf die Teller adeliger Gourmets”. Zu Fontanes Texten erklingt Musik von Bach über Brahms bis Paganini. Der musikalisch-literarische Abend mit Gunter Schoß und Frank Fröhlich beginnt um 19.30 Uhr im Veranstaltungsraum der Zentralbibliothek im Kulturpalast Dresden.