:: Kulturimpulse vom 20.11.2018
Chemnitz
Opernhaus
19 Uhr

„Die Fledermaus“ steht heute im Chemnitzer Opernhaus auf dem Spielplan. Gemeint ist natürlich die Operette von Johann Strauß. „'Die Fledermaus' ist so klassisch wie der Nibelungenring Wagners.“ sagte der Dirigent Hans von Bülow einst über dieses Werk, das als die Operette schlechthin gilt und sich seit mehr als 140 Jahren ungebrochener Beliebtheit beim Publikum erfreut. Dabei waren sich die Wiener anfangs uneins darüber, ob sie die dritte und damals als sehr frivol empfundene Operette von Johann Strauß Sohn wirklich gut finden sollten. Die Kostüm- und Verwechslungskomödie erzählt von dem Adligen Gabriel von Eisenstein, der sich auf einem Maskenball durch einen Scherz erneut in seine eigene Frau verliebt, die er allerdings für eine feurige ungarische Gräfin hält. In Chemnitz erleben Sie eine Neuinszenierung von dem aus Wien stammenden Regisseur Johannes Pölzgutter. Um 19 Uhr hebt sich im Opernhaus der Vorhang für „Die Fledermaus“.

Leipzig
Täubchenthal
19 Uhr

In Leipzig tritt heute die bulgarische Band Irfan auf. Im Gepäck ist ein Klangmix aus Jazz, Rock und Weltmusik. Seit der Veröffentlichung des Albums „Eternal Return“ sind drei Jahre vergangen. Bei ihren neuen Kompositionen sucht die Band ihre Inspiration in ihren kulturellen Wurzeln und taucht in die Tiefen der bulgarischen traditionellen Musik ab. Allen, die ihnen zuhören, versprechen Irfan eine emotionale und spirituelle Reise, weit weg von Raum und Zeit. Als Vorband stimmen Vielle auf diese Reise ein. Namensgebend für die Formation ist die Drehleier. Neben Saxophon und Kontrabass kommen dazu weitere exotische Instrumente: ein persisches Hackbrett, eine Urklarinette, eine türkische Laute, eine arabische Handtrommel und eine türkische große Trommel. Vielle verbinden unterschiedliche Einflüsse aus Weltmusik, Jazz, Rock, elektronischer und historischer Musik. Das Ganze heute ab 19 Uhr im Täubchenthal in Leipzig.

Dresden
Scheune
20 Uhr

Judith Holofernes, die ehemalige Frontdame von „Wir Sind Helden“ wandelt nun schon seit Jahren erfolgreich auf Solopfaden, und die führen sie heute nach Dresden. 2017 erschien mit „Ich bin das Chaos“ bereits das zweite Soloalbum von Judith Holofernes, das in puncto Spielfreude ihrem Debüt in nichts nachsteht. Einflüsse von den Breeders, Nick Cave, dem frühen Bowie, Marvin Gaye und Cyndi Lauper sind herauszuhören. Die meisten Songs schrieb Judith Holofernes zusammen mit dem von den Färöer Inseln stammenden Songwriter und Multiinstrumentalisten Teitur Lassen, der auch solo im Vorprogramm auftreten wird. Das Konzert von Judith Holofernes beginnt um 20 Uhr in der Scheune.
:: Kulturimpulse vom 21.11.2018
Chemnitz
Schloßkirche
17 Uhr

Ein Bußtagskonzert gibt es in der Schloßkirche Chemnitz. Es geht um die Hoffnung auf Versöhnung und Frieden. Auf dem Programm stehen zwei bedeutende Chorwerke des vorigen Jahrhunderts: von Mikis Theodorakis und Maurice Duruflé. Theodorakis, der wohl bekannteste griechische Komponist des 20. Jahrhunderts, wird in seiner Heimat als eine Art Held verehrt. In seinen Werken greift er oftmals politische Fragen auf und verbindet Musik, Text und Politik zu einer Einheit. Sein Zyklus für gemischten A-cappella-Chor „Liturgie Nr. 2 – Den Kindern getötet in Kriegen“ entstand 1982. Dem gegenübergestellt wird das „Requiem op. 9“ für Solisten, Chor und Orgel des Franzosen Maurice Duruflé von 1947. Die lateinische Totenmesse hat Duruflé mit stilistischen Einflüssen der Spätromantik, des Impressionismus und des Gregorianischen Chorals vertont. Begleitet von Siegfried Petri an der Orgel und unter der Leitung von Sebastian Reim führen Gesangssolisten und das Leipziger Vocalensembles die beiden Werke heute in Chemnitz auf. Ab 17 Uhr in der Schloßkirche. Für Kinder bis 14 Jahre ist der Eintritt frei.

Dresden
Kulturpalast
20 Uhr

Wenn Sie die Musik von Genesis begeistert, sollten Sie sich heute Karten für den Dresdner Kulturpalast besorgen. Dort gibt es eine "Genesis"-Show mit The Musical Box. In dieser "Musikalischen Schachtel" stecken Genesis-Spezialisten aus Kanada, die in ihrer brandneuen Show Titel der Kultband von 1970-1977 feiern. Darunter sind Klassiker, aber auch Bühnen-Raritäten. Versprochen werden einzigartige visuelle Effenke sowie Vintage-Instrumente, die jedes Museum stolz machen würden. The Musical Box ist übrigens die einzige von Genesis offiziell anerkannte Band, deren Musiker auch schon mit Phil Collins und Steve Hackett auf der Bühne gestanden haben. Das musikalische Fest mit Genesis-Hits aus den 70ern startet um 20 Uhr im Kulturpalast.

Leipzig
Schauspiel/ Diskothek
20 Uhr

"Ännie", so heißt ein Stück, das wir den Leipzigern empfehlen. Es erzählt die Geschichte einer verzweifelten Suche. Die 16-jährige Ännie ist bereits seit zwei Jahren verschwunden. Zwei Jahre, in denen die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Denn die Gespräche in ihrem Umfeld kreisen nach wie vor um das spurlos verschollene Mädchen. Nach und nach lüften sich dabei die Geheimnisse von Freunden und Familie. Und es taucht eine brennende Frage auf: Wer trägt Schuld an ihrem Verschwinden? "Ännie" ist ein Spiel mit Ängsten, Wünschen und gefühlten Wirklichkeiten, gestaltet vom Theaterjugendclub zusammen mit Profischauspielern. Heute um 20 Uhr in der Diskothek des Leipziger Schauspiels.