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Vorgestellt: "Chopin" von Friedrich Gulda

Friedrich Gulda: Der österreichische Pianist und Komponist hat die Musikwelt in Atem gehalten - mehr noch, er hat sie erschüttert, neu zusammengesetzt und wieder versöhnt, zum Beispiel mit Bach und Beethoven. Nun kehrt er zu dem Komponisten zurück, mit dem seine Karriere begonnen hatte: Frédéric Chopin!

Als Chopin-Interpret wurde Friedrich Gulda jedoch eiegntlich nie gesehen, Mozart oder Beethoven gelten als seine bevorzugten Komponisten. Doch zu Beginn seiner Karriere in den 1950er-Jahren spielte Gulda durchaus im Konzert und auf Schallplatte Werke von Chopin. Und auch Mitte der 1980er-Jahre tauchte der Komponist gelegentlich wieder in Guldas Programmen auf. Beim Münchner Klaviersommer 1986 beseelte er ein Chopin-Nocturne mit einer wundersam meditativen Freiheit.

Zum 200. Geburtsjahr von Chopin hat das Deutsche Grammophon jetzt alte Gulda-Aufnahmen herausgebracht, darunter die Préludes op. 28, die vier Balladen, einige Nocturnes und das e-Moll-Klavierkonzert. Man taufte das Ergebis ganz logisch "Friedrich Gulda - Chopin".

Die CD stellt gleichzeitig ein Portrait des Pianisten dar. Und dies anhand von zahllosen, jetzt erstmals veröffentlichten Live-Mitschnitten aus den Jahren 1955 bis 1960. Und zu Wort kommt der Jazzpianist Gulda auch noch: In einer neukomponierten O-Ton-Collage aus Chopin-Improvisationen, exklusiv zusammengestellt von seinem Sohn Paul Gulda.

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Und reinhören können Sie:

  • Dienstag: 17.00 Uhr
  • Donnerstag: 10.00 Uhr
  • Sonntag: 11.30 Uhr

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Vorgestellt: "Raconte-moi" von Stacey Kent

Die amerikanische Jazzsängerin Stacey Kent hat Frankreich fest in ihr Herz geschlossen.

Wie sehr sie die französische Kultur mittlerweile verinnerlicht hat, dafür ist ihr neues Album "Raconte-moi" ein strahlendes Beispiel.

Mit ihrem letzten Album "Breakfast on a Morning Tram" hatte sie in Frankreich Platin erreicht. Dabei waren auf dem hochgelobten Album lediglich drei Lieder in französischer Sprache zu finden.

Auf ihrem neuen Album widmet sie sich nun voll und ganz dem französischen Liedgut. Ein Dutzend Kompositionen hat Stacey Kent ausgewählt und verwandelt diese mit Charme und Finesse in moderne, melancholische, doch stets bezaubernde Jazzballaden.

Der Titelsong "Raconte-moi" und das als erste Single auserkorene "La Vénus du Mélo" stammen von der jungen Sängerin Emilie Satt, die beide Titel exklusiv für Kent schrieb. Zu den weiteren jungen Talenten auf der CD zählen Claire Denamur, Pierre-Dominique Burgaud und Camille D'Avril.

Mit dieser Auswahl frischer und unverbrauchter Autoren demonstriert Stacey Kent ihr Gespür für die Reize und den Reichtum zeitgenössischer Musik.

Zu den weiteren Höhepunkten auf "Raconte-moi" zählen die Klassiker "C'est le Printemps" und "Le mal de vivre".

Stacey Kent versteht es wie wenige andere Künstlerinnen, Gefühle in einem Lied zu verdichten und eine besondere Stimmung zu erzeugen. Sie versucht, ihr Publikum ins Vertrauen zu ziehen, ihm ein Geheimnis mitzuteilen.

"Raconte-moi" ist zweifellos ein weiterer Meilenstein im Schaffen von Stacey Kent, die sich ihren ganz eigenen, genreübergreifenden Musikstil geschaffen hat.

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Vorgestellt: "Eleanora Fagan: To Billie with love from Dee Dee Bridgewater"

Spätestens seit ihrer 1997 aufgenommenen Ella-Fitzgerald-Hommage hat die Sängerin Dee Dee Bridgewater ihren Platz im Olymp der Jazzgöttinnen sicher. In rund vierzig (nicht nur stilistisch) wechselhaften Karrierejahren ist Bridgewater von der hochtalentierten Nachwuchskünstlerin, die 1970 als Sängerin des Thad Jones-Mel Lewis Jazz Orchestra debütierte, zu einem der größten Stars der Jazzszene aufgestiegen. Für nicht wenige ist sie sogar die letzte wirkliche Jazzdiva, die man in einem Atemzug mit den unbestrittenen Göttinnen dieses Genres nennen darf: Ella Fitzgerald, Sarah Vaughan und Billie Holiday. Auf ihrer jüngsten Einspielung "Eleanora Fagan (1915-1959): To Billie With Love From Dee Dee" ehrt Dee Dee Bridgewater nun die Jazzikone Billie Holiday, die vor einem halben Jahrhundert tragisch früh mit 44 Jahren verstarb.

»Mit diesem Album zolle ich einer Vokalistin, die es Sängerinnen wie mir ermöglichte, sich eine Karriere aufzubauen, auf meine eigene Art Respekt«, sagt Bridgewater, »Ich wollte 'Eleanora Fagan' einen anderen Touch geben: moderner und festiver, nicht düster und rührselig. Ich wollte ein freudig klingendes Album.«

Wert legt Bridgewater, die am 27. Mai ihren 60. Geburtstag feiern wird, auch auf die Feststellung, daß "Eleanora Fagan" kein herkömmliches Tribute-Album mit rundumerneuerten Holiday-Stücken ist, sondern sehr viel tiefer geht. »Billie verdient es, daß man ihre Musik in einem anderen Licht wahrnimmt«, meint Dee Dee, »und ich legte es definitiv nicht darauf an, sie zu imitieren.«

Den Schlüssel für den erfrischenden musikalischen Ansatz lieferte der puertoricanische Pianist Edsel Gómez, der seit drei Jahren Bridgewaters Band angehört und die Arrangements der zwölf Songs dieses neuen Albums schrieb. Bei seinen Arrangements dachte Gómez auch immer an die einzelnen Persönlichkeiten der All-Star-Band, die Bridgewater für diese Aufnahmen zusammengestellt hatte: an den dynamischen James Carter, der alle Instrumente der Saxophon- und Klarinettenfamilie spielt, den agilen Bassisten Christian McBride und den glänzenden Schlagzeuger Lewis Nash.

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Vorgestellt: "Expando" von Timothy B Schmit

Nach acht Jahren erscheint nun endlich wieder ein Soloalbum von Timothy B Schmit, dem Bassisten der "Eagles" mit den langen Haaren. Das von ihm selbst geschriebene und produzierte Album gehört zu den persönlichsten und musikalisch breit gefächertsten seiner Solo-Karriere. Der Titel "Expando" bedeutet übersetzt soviel wie "Erweiterung, Wachstum" und symbolisiert damit genau das, wofür die Musik auf dem Album steht: Für eine musikalische Entwicklung und ebenso für ein musikalisches Experimentieren. »Ich habe ganz unterschiedliche Dinge gemacht, die ich schon immer ausprobieren wollte,« so der Sänger über die Musik, die auf "Expando" zu hören ist. Das Album wurde komplett in seinem eigenen Studio in seinem Haus bei Los Angeles aufgenommen. Er arbeitete mit sehr bekannten Musikgrößen wie Kid Rock, The Blind Boys of Alabama und Graham Nash zusammen. Hank Lindermann, der bereits Schmit's 2001 erschienenes Album "Feed the Fire" aufnahm, ist auch hier als Techniker und Performer dabei.

Die wichtigste Zutat zu dem neuen Meisterwerk ist eine akustische Gitarre, denn, so Timothy B Schmit »ich komme aus einem Background von Folk und frühem Rock und damit ging ich an jeden einzelnen der Songs heran«.

Timothy B. Schmit gehört zu den produktivsten Künstlern Amerikas. Seine Solokarriere untermauerte er bereits mit vier weiteren erfolgreichen Alben. Und auch "Expando" wird sicherlich wieder nur ein weiterer Meilenstein auf dem Erfolgsweg sein..

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Vorgestellt: "Turn me loose" von Ledisi

Das neue Album der Soulsängerin Ledisi mit dem Titel "Turn me loose" ist endlich da! Bereits mit ihrem letzten Album "Lost & Found" hatte sie großen Erfolg und wurde für zwei Grammys nominiert. Dieser Erfolg jedoch setzte die Amerikanerin unter Druck. »Ich stellte mir die Fragen: Wer bin ich? Wo steht Lidisi heute?« so die Sängerin in einem Interview.

Ein Freund gab ihr das Album "Them Changes" von Buddy Miles, in der Hoffnung, es würde sie inspirieren. Ledisi sagt dazu: »Ich hatte die Platte nie zuvor gehört. Aber ich nahm mir sofort vor, auf meinem neuen Album ähnlich frei vorzugehen. Ich werde ehrlicher sein und auch Dinge ansprechen, über die die Leute nicht gerne reden.«

Inspiriert von der ungebundenen Musik von Buddy Miles hatte Ledisi nun endlich eine Richtung gefunden. Mit Hilfe von einigen neuen Produzenten flocht die Künstlerin glänzende Strähnen der verschiedenen Sounds ein, die sie liebte, als sie in Oakland/Kalifornien groß wurde. Rock, Blues, klassischer Soul, Funk und HipHop wurden auf dem gesamten Album miteinander fusioniert.

Als Hommage an ihre Inspiration bringt Ledisi als Bonus-Track des neuen Albums ein Cover von Buddy Miles' "Them Changes".

Mit "Lost & Found" mag Ledisi der Durchbruch beim großen Publikum gelungen sein, mit "Turn Me Loose" dürfte sie nun noch mehr Leute begeistern. Und nachdem das Album im Kasten war, hatte Ledisi eine persönliche Erleuchtung: »Weißt du, ich habe begriffen, dass ich wohl nie in eine Schublade passen werde, und das ist okay.«

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