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Vorgestellt: "Keeper of the flame" von Caroline Henderson

Caroline Henderson zählt mit ihrer dunklen und warmen Soulstimme zu den faszinierendsten Jazzsängerinnen der aktuellen Musikszene.

Die gebürtige Schwedin ging mit 21 Jahren nach Kopenhagen. Hier veränderte sich ihr Leben grundlegend. Obwohl sie in jungen Jahren verschiedenen Jazz-Formationen ihre Stimme lieh, schaffte sie erst 1989 mit ihrer Band RayDeeOh den großen Durchbruch. 1995 veröffentlichte Henderson dann ihr erstes Soloalbum - "Cinemataztic". Seitdem begeistert sie Jazzliebhaber in ganz Europa mit ihrer unverwechselbaren Musik und leidenschaftlichen Vitalität.

Mit "Keeper of the flame" veröffentlicht Caroline Henderson jetzt ihr neuntes Album. Mit ganz eigenem Zugang interpretiert sie Songs wie den Jazz-Standard "Caravan". Doch die Version von Caroline Henderson besticht durch ihre Einflüsse aus der Popmusik. Sie stellt die Lyrik in den Mittelpunkt und bleibt doch immer nahbar.

Die Zusammenstellung, so willkürlich sie vielleicht erscheinen mag, Jazz- und Bluesklassiker, Tom Waits-, Bob Dylan- und Pj Harvey-Cover, Caroline Henderson verleiht allen Songs einen gemeinsamen und völlig selbstverständlich eigenen Klang, ihren Klang. Ganz Musikerin, die sie ist, hat sie einfach die gute Komposition hinter dem jeweiligen Genregewand erkannt.

"Keeper of the flame" von Caroline Henderson verschenken oder bestellen.

Und reinhören können Sie:

  • Dienstag: 17.00 Uhr
  • Donnerstag: 10.00 Uhr
  • Sonntag: 11.30 Uhr

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Vorgestellt: "Küssen kann man nicht alleine" von Max Raabe

Am Anfang stand die Erkenntnis: "Küssen Kann Man Nicht Alleine". Zum Partner erwählte sich Annette Humpe Max Raabe, der sofort Feuer fing - natürlich nur auf den musikalischen Bereich bezogen. Im Lauf des letzten Jahres begannen die zwei eine künstlerische Liaison, aus der zwölf Lieder hervorgingen. Die präsentieren den Berliner Sangeskünstler abseits seiner üblichen Vorgehensweise mit dem Palastorchester.

Die Vorgabe: Statt klar einzugrenzendem Metier aus dem Fundus der Vergangenheit diesmal ein Pop-Album einspielen. Doch die Überraschung hält sich in Grenzen. Raabe ist nicht der Typ für Dance-Beats, überschäumende Hymnen oder knallige Gassenhauer- Raabe bleibt Raabe. Auch wenn er keinen Frack trägt, so behält er doch stets die Krawatte umgebunden.

Wer auf Augenfälligkeiten des Kalibers "Kein Schwein Ruft Mich An" setzt, wird enttäuscht. Groß ausgespielte Rumba- oder Walzerseligkeit, wie etwa auf "Dort Tanzt Lulu", findet nicht statt. Die zwölf Tracks fungieren vielmehr als ruhig inszenierte und arrangierte Kleinodien, die keine grelle Erwartungshaltung vertragen. Doch wer seinen Spaß an gut ausgearbeiteten Feinheiten in zurückgenommenem, musikalischen Umfeld hat, darf vom großen Ballsaal getrost einmal in die Nische mit dem kleinen Kammerorchester herüberwechseln.

"Küssen kann man nicht alleine" von Max Raabe verschenken oder bestellen.

Und reinhören können Sie:

  • Dienstag: 17.00 Uhr
  • Donnerstag: 10.00 Uhr
  • Sonntag: 11.30 Uhr

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Vorgestellt: "Illuminations" von Josh Groban

Er zählt zu den erfolgreichsten US-Solokünstlern des Jahrzehnts - mehr als 25 Millionen weltweit verkaufter Alben und nicht zuletzt sein unwiderstehlicher Charme als mitreißender Live Act haben Josh Groban in wenigen Jahren zu einem der begehrtesten Sänger der internationalen Popszene gemacht: Mit seiner neuen Singleauskopplung. Nun ist mit "Illuminations" sein 5. Studioalbum erschienen. Grund genug, es ein bisschen genauer unter die Lupe zu nehmen.

Gut drei Jahre hat der Sänger an dem Album gefeilt. Seine Kreativität wurde immer wieder durch diverse andere Projekte unterbrochen. So war das Multitalent an Musicalaufführungen und Hollywood Filmen beteiligt.

Die Karriere des charmanten Amerikaners liest sich wie ein modernes Märchen: Sein gleichnamiges Debüt wurde 2001 in den USA mit 5fach Platin ausgezeichnet und erzielte weltweit zehn Nummer 1-Chart-Platzierungen. In Deutschland wurde GROBAN mit der Goldenen Kamera als "Entdeckung des Jahres" ausgezeichnet. Sein Album "Noel" avancierte gar zum erfolgreichsten Weihnachtsalbum aller Zeiten! Das war 2007.

Der 29 jährige steht bei einem Großteil der Stücke auf "Illuminations" als Co Autor und spielt auch selbst Klavier.

Groban ist bekannt dafür, musikalische Welten zusammenzubringen, die nur selten gut zusammen funktionieren: Folk, Pop und moderne Klassik verbinden sich mit seiner geschulten Bariton-Stimme. Doch diesmal verleiht er seiner Musik eine neue Note, und die riecht nach Lampenfieber und Theaterschminke. Die Songs wirken wie Szenen aus einem großen Bühnenstück, inszeniert von Starproduzent Rick Rubin.

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Und reinhören können Sie:

  • Dienstag: 17.00 Uhr
  • Donnerstag: 10.00 Uhr
  • Sonntag: 11.30 Uhr

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Vorgestellt: "Nelson" von Paolo Conte

Wenn Sie "Asti" hören, denken Sie vielleicht zuerst an Sekt.
Asti ist aber viel mehr. So ist die norditalienische Stadt der Geburtsort des Musikers Paolo Conte.

Die Gedankenwelt des Jazzmusikers ist vom Untergangs geprägt. Er beweint den Verlust einer goldenen Ära und gießt Nostalgie in traurigschöne Melodien. In dieser Hinsicht macht auch "Nelson" keine Ausnahme. Das Album, knüpft fast nahtlos an den Vorgänger "Psiche" von 2008 an. Er haushaltet mit Worten und Tönen, verschenkt nichts. Und trotzdem ist es keineswegs langweilig oder eintönig. Das Depressive täuscht, denn plötzlich geht doch wieder eine dieser knarrenden Türen auf im düsteren Palazzo Conte.

Heraus kommen klavierlastige Lieder. Ob langsam, schnell, melancholisch oder fröhlich. Paolo Conte zeigt auch mit 73 Jahren eine unglaubliche Bandbreite. Mal haucht er die Wörter ins Mikrofon, dann wieder prescht er voller Zuversicht nach vorn. "Nelson" ist eine musikalische Reise, die mysteriösen und klaren Klang vereint.

Mit "Neslon" reist Paolo Conte durch die italienisch- und spanischsprachige Welt. Die klangvollen Sprachen verfehlen Ihre Wirkung nicht. Wie in Watte gepackt, können Sie sich zurücklehnen und einfach nur zuhören. Träumen. Und sich von "Nelson" inspirieren lassen. Was nicht schwer fallen dürfte. Schon das Cover hat einen Hauch Savanne. Darin untypischer Weise zu finden: ein Hund. Gezeichnet von Conte selbst. Dieser scheinbare Widerspruch porträtiert sehr gut die Vielfältigkeit des Albums.

Über Grenzen hinweg bekannt, sind die Piemonteser stolz auf den berühmten Sohn der Region - Kult wäre in seinem Zusammenhang fast schon untertrieben.

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Und reinhören können Sie:

  • Dienstag: 17.00 Uhr
  • Donnerstag: 10.00 Uhr
  • Sonntag: 11.30 Uhr

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Vorgestellt: "Circle" von Scala und die Kolacny Brothers

Man könnte Scala kurz so beschreiben: ein Jugendchor aus Aarschot (Belgien) mit ungefähr sechzig jungen Mädchen (zwischen 14 und 24 Jahren), geleitet von zwei begabten Brüdern, und nun genießen sie nationale und internationale Anerkennung. Das könnte es sein...

Und so war es auch, am Anfang, vor 14 Jahren. Mittlerweile besteht der Chor aus 200 Mädchen und ist für die Brüder Steven und Stijn Kolacny ein Vollzeitprojekt.

Die Besonderheit dieses Chores liegt in der Stückauswahl. Die Scalamädchen sind dadurch berühmt geworden, dass sie bekannte Popsongs zu großen Chorälen verarbeiten. Das Konzept war einfach aber gewagt: wandle bekannte Rock- und Popsongs in die Klangwelt von zig Mädchenstimmen und einem Klavier um.

Mittlerweile gibt es aber auch viele Eigenkompositionen, die Scala auf den Leib geschrieben sind. Das Komponieren, Arrangieren und Einstudieren machen die Kolacny Brothers, die beide früher hauptberuflich als Pianisten gearbeitet haben. Zarte, ätherische Frauenstimmen sind die Seele, die die Kolacnys zu fassen und zu gestalten versuchen.

Der Erfolg ist sicht- und hörbar und nimmt stetig zu. Man hört Scala in Werbespots, Kinofilmen und auf riesige Bühnen weltweit, wie der Arena auf Schalke und dem Times Center New York.

Und trotzdem blieb Zeit für ein neues Album - das 9.

"Circle" heisst es und bietet genau das, was das Publikum von Scala hören möchte - Covers und eigene Nummern.

"Circle" von Scala und die Kolacny Brothers verschenken oder bestellen.

Und reinhören können Sie:

  • Dienstag: 17.00 Uhr
  • Donnerstag: 10.00 Uhr
  • Sonntag: 11.30 Uhr