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Illuminati. 6 CDs. (Lübbe Audio)
Eigentlich könnte Robert Langdon ein langweiliges Leben führen. Denn der
Harvardprofessor ist Symbologe mit einem Faible für christliche
Zeichenkunst -- da sollte man eigentlich nicht in tödliche Intrigen
verstrickt werden. Allerdings ist Langdon vor allem der Held des
Bestsellerautors Dan Brown, und der hat sich auf die undurchdringlichen
Machenschaften der Kirche im Umfeld des Vatikans (und auf eine ganz
besondere Deutung christlicher Kunst im Sinne komplexer
Verschwörungstheorien) spezialisiert. In Illuminati wird Langdon in
eine hoch explosive Geschichte verwickelt, die eng mit dem als ausgestorben
geltenden Wissenschafts-Geheimbund der Illuminati aus der Zeit der
Renaissance verknüpft zu sein scheint. Der Papst ist gestorben. Nun
sind alle Kardinäle nach Rom gekommen, um einen neuen Stellvertreter
Gottes zu wählen. Aber ein wahnsinniger Fanatiker entführt vier der
aussichtsreichen Kandidaten, um sie nach und nach in vier Kirchen mit
Hilfe der vier Elemente Erde, Luft, Feuer und Wasser umzubringen -- nicht,
ohne ihnen ein entsprechendes Brandsymbol der Illuminati auf die Brust zu
brennen. Langdon ist der einzige, der den Mörder stoppen kann -- und der
gemeinsam mit dem Camerlengo, dem Kammerdiener des verstorbenen Papstes,
in der Lage ist, eine Antimaterie-Bombe mit ungeheuerlicher Sprengkraft
aufzustöbern, die den Vatikan in Staub verwandeln soll. Gemeinsam mit der
Tochter eines ermordeten Physikers macht sich Langdon auf die Suche nach
Zeichen der Illuminati an den Kunstwerken im Stadtraum Roms -- bis zum für
alle überraschenden Finale ... Dan Brown arbeitet immer mit ganz ähnlichen Mitteln: Etwas
Weltverschwörung, gemischt mit okkulter Magie und (hier äußerst
verhaltener) Kritik an der katholischen Kirche, ein bisschen Liebe,
überraschenden Wendungen und einem in Atem beraubenden Tempo erzählten
Plot. Dabei es ist schon unglaublich, wie glaubwürdig Brown die
Erzählstränge miteinander verknüpft und selbst Unwahrscheinliches wie
seine aus der Distanz vielleicht etwas abstrus anmutenden
kunstgeschichtlichen Theorien zu einem schlüssigen Ganzen zusammen zu
fügen vermag. Da kann man als Leser selbst vermeintliche (und innerhalb
der Handlung als Taschenspielertricks entlarvte) Wunder wie der Sprung
Langdons aus einem mehrere tausend Meter hoch aufgestiegenen Helikopter --
ohne Fallschirm, aber mit einem anderen Hilfsmittel! -- getrost verkraften.
Denn der Verstand wird bei der Lektüre sowieso ausgesetzt. Auch die
lange Anlaufphase vieler Thriller, die erst ab Seite 50 zu fesseln
verstehen, fällt hier flach: Hochspannung von der ersten bis zur letzten
Seite ist da garantiert. Und wenn man Illuminati ausgelesen hat,
will man sich sowieso gleich auf den Nachfolgeband Sakrileg
stürzen. Wenn man ihn nicht dummerweise schon gelesen hat. --Stefan
Kellerer
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Der Schwarm, 10 Audio-CDs
"Die Yrr haben die Welt für alle Zeiten verändert." Letzter
Tagebucheintrag, nachdem die Welt haarscharf am Untergang
entlanggeschrammt war. Alles hatte angefangen mit einem peruanischen
Fischer. Das letzte was Ucañan in seinem Leben zu sehen bekam, war eine
riesige silbrig glitzernde Fläche, die näher kam. Ein Schwarm
Goldmakrelen, dachte er erfreut. Ucañan irrte. Was ihn das Leben kostete,
sollte sich sehr bald zu einer unheimlichen und existenziellen Bedrohung
für den gesamten Planeten auswachsen. Unter der Meeresoberfläche
brodelt es neuerdings gehörig. Im Nordwesten Amerikas verschwinden Wale
spurlos, um bald darauf gar nicht mehr artgerecht wieder aufzutauchen.
Australien gibt Quallenalarm. Vor Norwegens Küste entdecken
Ölbohrfachleute eine unbekannte Wurmspezies, deren monströse Kauwerkzeuge
einen halben Kontinent zum Einsturz bringen können. Dem Meeresbiologen und
Schöngeist Sigur Johanson schwant Übles: Die gesamte Meeresfauna und -flora
scheint sich ferngesteuert gegen die Menschheit zu wenden. Ein
wissenschaftliches Dreamteam nimmt den Kampf auf. Unglaubliche 1.000
Seiten (angeblich Verlagsrekord!), routiniert erzählt und -- so weit es
sich überblicken lässt -- solide recherchiert (immerhin ging ein
wissenschaftlicher Beraterstab von annähernder Heeresstärke dem Autor zur
Hand). Die Ökothematik zerdehnt zwar die Story, aber so nebenbei erfährt
man allerhand über die Ölgewinnung auf den riesigen Plattformen vor
Norwegens Küste und wird mit dem weit gehend unerforschten Ökosystem
Tiefsee vertraut gemacht. Für den spannenden Plot hat Tausendsassa
Schätzing (der Mann leitet eine Werbeagentur, ist Musikproduzent, sieht
gut aus und hat eine mehr als bewegte Website), diverse Erfolgsrezepte
zusammengerührt und mit Öko abgeschmeckt. Nicht unclever und präventiv
erwähnt Schätzing im Roman das Quellgebiet, das er geistig angezapft hat.
Michael Crichtons uvre, Independence Day, Contact mit
Jodie Foster und ganz besonders James Camerons Erfolgsfilm Abyss,
sie alle grüßen herzlich aus nicht allzu großer Ferne. Im letzten
Drittel wird kräftig (Methan-)Gas gegeben. Tsunamis schwappen,
Gallertartiges triumphiert. Höllengleich mutieren Zellverbände zu
formenreichen Glibberwesen voller Tentakel. Knietief jagt Schätzing uns
durch den intelligenten Schleim, der die Menschheit vor ihre größte
Herausforderung stellt. Beängstigender Ökothriller! Bitte sofort die
Ölheizung abdrehen! --Ravi Unger
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Die purpurnen Flüsse (Lübbe Audio)
"Damit du's nicht vergißt, ... ein Bulle ist immer ein Problem. Aber
ein arabischer Bulle ist ein gottverdammtes Problem." Karim Abdouf,
der Maghrebiner, arbeitet für die französische Polizei und er ist bei
seinen Ermittlungsmethoden überhaupt nicht zimperlich. Zunächst sieht sein
neuer Fall nach gewöhnlicher Routine aus. Unbekannte sind in die Schule
von Sarzac eingebrochen und haben sämtliche schriftlichen Unterlagen einer
ganzen Klasse gestohlen, noch nicht einmal ein Klassenfoto existiert mehr.
In der gleichen Nacht wird das Grab eines vor zehn Jahren verstorbenen
Kindes aufgebrochen. Widerwillig beginnt Karim seine Ermittlungen und
gleich dem Öffnen der Büchse der Pandorra quellen ihm immer schrecklichere
Alpträume entgegen. Er verfolgt seine mysteriösen Spuren bis in ein
abgelegenes Universitätsstädtchen in der Nähe von Grenoble. Hier wartet
schon ein Kollege auf ihn, den eine Reihe grausamer Mordfälle in Atem
halten. Die Lösung der bestialischen Taten liegt darin, dem Verlauf der
purpurnen Flüsse zu folgen. Ein Hinweis sei vorab für die Leser
erlaubt: Einige Spinner in der französischen Provinz haben sich darauf
verlegt, genetische Experimente an Menschen vorzunehmen und es bekommt
ihnen äußerst schlecht. Grange erzählt seine Geschichte in raschen
Schnitten und treibt sie in rasantem Tempo voran. Die Unterscheidung
zwischen guten Polizisten und bösen Tätern hebt er auf. Seine
Gesetzeshüter sind, unabhängig von der Hautfarbe, cholerisch, brutal und
ungeheuer aggressiv. Sie leiden unter einer psychotischen
Gewaltbereitschaft und ziehen ohne langes Zögern ihre Automatik aus dem
Hosenbund. Die purpurnen Flüsse tragen ihre Leser durch einen
spannenden Thriller, der jedoch für die Fans gemütlicher Häkelkrimis nicht
geeignet ist. --Manuela Haselberger
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Der Patient. 6CDs
Einundzwanzig Namen von einer Liste mit bisher vernachlässigten Verwandten
hat Dr. Frederick Starks durchtelefonieren müssen, dann endlich hat er
Glück. Danach hat der New Yorker Psychiater den Mann seiner verstorbenen
Schwester an der Strippe, in dessen Familie etwas Schreckliches geschehen
ist. An ihrem 14. Geburtstag hat dessen Tochter eine kitschige
Glückwunschkarte in ihrem Spind gefunden, die neben der Ankündigung
Das werde ich mit dir machen, sobald ich dich alleine erwische
höchst obszöne Pornobilder enthält. Genauso hatte es jener Psycho-Killer,
der sich Rumpelstilzchen nennt, in einem Brief an Starks angekündigt. Die
Aktion an seinem 53. Geburtstag soll eine Warnung sein, dass er es ernst
meint mit seiner eigentlichen Drohung. Denn der Brief, den der Psychiater
neben der Liste seiner Verwandten erhält, steht nach einer
Glückwunschfloskel der Satz Willkommen am ersten Tag ihres
Todes. In seinem Schreiben schlägt Rumpelstilzchen Stark einen
Deal vor. 15 Tage habe der Psychiater Zeit, um die wahre Identität des
Absenders herauszufinden. Danach müsse er Selbstmord begehen, um weiteres
Unheil von seiner Verwandtschaft fern zu halten. Nach dem Besuch einer
ebenso mysteriösen wie schönen Dame namens Vergil heftet sich Stark auf
die Spur von Rumpelstilzchen. Als alles nichts nützt, fingiert er seinen
Freitod, legt sich ein neues Leben zu und macht nun seinerseits Jagd auf
den Killer, der offenbar über alle nur erdenklichen Möglichkeiten verfügt,
ihm das Leben zur Hölle zu machen -- und kommt am Ende einem Vergehen auf
die Spur, das weit in seiner eigenen Vergangenheit verborge liegt. Zuvor
aber nimmt ein atemberaubendes Katz-und-Maus-Spiel seinen Lauf ....
Wir haben Angst davor, getötet zu werden, heißt es im
packenden Thriller Der Patient des US-amerikanischen Krimiautors
John Katzenbach. Dabei ist es viel schlimmer, vernichtet zu
werden. Das Schlimmste aber ist, innerhalb von wenigen Tagen seine
Identität zu verlieren. Genau das passiert Starks. Und genau das
beschreibt Katzenbach mit einer für Bücher dieses Genres erstaunlich
geschmeidigen, dabei aber immer auch unbarmherzigen Sprache. Beste
Unterhaltung bis zum packenden Finale. --Stefan Kellerer
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Blutadler, 6 Audio-CDs
Eine Reihe von grauenhaften Morden in Hamburg ruft Kriminalhauptkommissar
Jan Fabel und seine Mannschaft auf den Plan. Die Opfer wurden nach einem
altnordischen Ritual, dem Blutadler, hingerichtet. Der erste Roman
des Schotten Craig Russell erweist sich als atemloser Thriller mit höchst
überraschenden Wendungen. Jan Fabel steht vor einem Rätsel. Der
Hauptkommissar der Hamburger Kripo hat es mit einem Täter zu tun, der nach
einem altnordischen Ritual tötet. Blutadler nennt sich diese
rituelle Art des Tötens, bei der dem Opfer bei vollem Bewusstsein der
Rumpf geöffnet wird und die Lungenflügel herausgerissen werden. Alles
deutet darauf hin, dass es sich um ein und denselben Täter handelt und
weitere Morde zu erwarten sind. Zwischen den Getöteten bestanden zu deren
Lebzeiten scheinbar keine Verbindungen, ein Muster bei der Wahl der Opfer
ist nicht erkennbar. Fabel steht unter enormen Zeitdruck. Er ermittelt
zunächst im Milieu der Odinisten, einer Gruppe, die sich der Pflege
nordischer Tradition und Religion verschrieben hat. Doch auch die
Observation des Hauptverdächtigen und ein Lockvogel in Person der
Polizistin Anna Wolff bringen keine brauchbaren Ergebnisse. Fast zu spät
wird Fabel klar, dass weder die Opfer noch die vermuteten Täter das sind,
was sie zu sein scheinen. Ein dramatischer Wettlauf um das Leben einer
Kollegin beginnt. Craig Russell entschädigt seine Leser mit viel
Dramatik und temporeicher Spannung für einen doch recht kruden Plot, der
sich um altnordische Mythologie, das organisierte Verbrechen in Hamburg
und ehemalige ukrainische Elitesoldaten dreht. Blutadler entpuppt
sich aber als echter Pageturner -- das ist doch schon was. Mal sehen, wie
sich Jan Fabel und seine Leute in weiteren geplanten Romanen schlagen.
--Ulrich Deurer
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Die Blutlinie. 6 CDs . Thriller
FBI-Agentin Smoky Barrett hat es nicht leicht. Vor kurzem musste sie
miterleben, wie ein brutaler Killer in ihrem Beisein ihren geliebten Mann
und ihre Tochter gequält und dann getötet hat. Und jetzt sitzt sie im
Flugzeug nach San Francisco, wo ihre Freundin aus Uni-Tagen Annie King
ebenfalls grausam umgebracht worden ist. Noch schlimmer ist, dass der
perverse Mörder Annies kleine Tochter -- ihr Patenkind -- drei Tage lang
an die verwesende Leiche gekettet hat, bevor er der Polizei einen Hinweis
gab. Am allerschlimmsten aber: Er hat eine Nachricht für Barrett
hinterlassen. Es ist ein Brief, in dem er neue Morde ankündigt und
behauptet, in direkter (Blut-)Linie von Jack The Ripper abzustammen!
Wie Jack The Ripper werde man auch ihn nie schnappen, prophezeit der
psychopathische Killer. Gleichzeitig legt er eine Blutspur, die dem
Romandebüt Die Blutlinie des 38-jährigen kalifornischen Autors Cody
McFadyen als roter Faden dient. Doch offenbar hat der Mörder die Rechnung
ohne Barrett und ihre unschlagbare Truppe gemacht. Denn Barrett, die
eigentlich von ihrem Psychiater noch nicht wieder dienstfähig geschrieben
worden ist, glaubt durch den Fall, von der Erinnerung -- und damit von
ihren nächtlichen Albträumen -- geheilt werden zu können. Sie beginnt zu
ermitteln und muss erfahren, dass viele jener Menschen, die sie zu kennen
glaubte, dunkle Geheimnisse haben -- und dass sie viel zu lange dem
Falschen vertraut hat. Vom Ende aus betrachtet erscheint da sogar der Mord
an ihrer Famlilie in einem ganz anderen Licht. Die Blutlinie ist
ein überraschendes Krimidebüt, das allerdings nichts für schwache Nerven
ist: Dass der Autor im Vorwort Stephen King dankt, kann man nach der
Lektüre gut verstehen. Und auch wenn Cody McFadyen mit manchem Klischee
aufwartet und das FBI-Team vor allem am Anfang ein wenig so wirkt, als
hätte er die Fantastischen Vier, Supermann, Hulk und Batman in einen Topf
geworfen, um es zu kreieren: Die Blutlinie ist beste
Thriller-Unterhaltung mit Gänsehaut-Garantie. --Stefan Kellerer
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Diabolus. 6 CDs (Lübbe Audio)
Bestsellerautor Dan Brown bietet mit Diabolus erneut einen
spannenden und intelligenten Thriller, der in die Welt der Chiffren und
Geheimcodes entführt. Lesen Sie einen Textauszug aus den ersten Kapiteln
(pdf-Download). Susan Fletcher arbeitet als Kryptologin bei der NSA
(National Security Agency), der geheimen Machtzentrale der amerikanischen
Geheimdienste. Dort überwacht sie mit einem kleinen Team von Spezialisten
TRANSLTR, ein Decodierungsprogramm, mit dem von einem Supercomputer aus
weltweit alle Datenströme im Internet ausgespäht und dechiffriert werden.
Eines Tages wird sie von ihrem Vorgesetzten, Commander Strathmore, in die
Befehlszentrale gerufen. Dort muss sie erfahren, dass TRANSLTR auf einen
Code gestoßen ist, den das Programm sogar nach mehreren Stunden nicht
entschlüsseln konnte. Zusammen mit Strathmore versucht Susan,
zunächst alle möglichen Fehlerquellen auszuschließen, bevor die höchste
Sicherheitsstufe ausgelöst wird. Die Situation wird kritisch, als sich die
Hinweise verdichten, dass ein ehemaliger Mitarbeiter der NSA, der geniale
Kryptologe Ensei Tankado, einen ultimativen Code entwickelt hat, um die
Machenschaften der amerikanischen Geheimdienste bloßzustellen und auf
ihren Machtmissbrauch hinzuweisen. Nachdem Ensei Tankado unter
mysteriösen Umständen in Sevilla ums Leben kommt, handelt Strathmore. Er
überredet Susans Freund David Becker, als unverdächtiger Kundschafter nach
Spanien zu reisen, um die Hinterlassenschaften des Toten nach eventuellen
Hinweisen auf den Geheimcode zu untersuchen. Doch David ist nicht der
einzige, der auf das Vermächtnis des Toten angesetzt wird ... Dan Brown hat sich spätestens mit Sakrileg als
phantasievoller und talentierter Erzähler hervorgetan. Seine
Kunstfertigkeit ist auch schon in Diabolus erkennbar, seinem
ersten, bereits 1998 unter dem englischen Titel Digital Fortress
erschienenen Roman. Wie auch in seinen späteren Büchern legt er hier
erneut einen actiongeladenen Thriller mit weltpolitischem oder
welthistorischem Hintergrund vor. Man möchte frotzeln drunter geht's
wohl nicht, gleichwohl fesselt es den Leser, wie Brown seine Helden
in üble Machenschaften im Maßstab von weltumspannenden Verschwörungen
verstrickt. Denen zeigen sie sich zunächst natürlich nicht gewachsen, doch
sie handeln klug, erfassen die Bedeutung ihrer Situation und wachsen über
sich selbst hinaus. Wissenschaftsthriller sind hierzulande spätestens
seit Frank Schätzings Der Schwarm wieder populär. In der Art wie Dan
Brown seine großen Themen in spannende Thriller packt, trifft
er zweifellos den Nerv der Zeit. Zudem bedient er die Erwartungen seiner
Leser perfekt. Und so werden auch um Diabolus tausendfach die
Nachttischlampen brennen, bis der Morgen graut und die Welt gerettet ist
... --Christian Koch
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Das schwarze Blut. 6 CDs
Der Pariser Gerichtsreporter und Sensationsjournalist Mark Dupeyrat hat
schon einiges in seinem Leben gesehen. Doch nicht die oberflächlichen
Boulevardgeschichten und falschen Zeitungswahrheiten nagen an seinem
Gewissen, sondern der unerklärliche Mord an seiner Geliebten Sophie, die
vor Jahren während eines gemeinsamen Sizilienurlaubs Opfer einer genauso
sinnlosen wie brutalen Bluttat geworden war. Seither lässt ihm die Frage
nach dem wahren Wesen des Bösen keine Ruhe mehr. Als ihm angeboten
wird, über den berühmten Tiefseetaucher Jacques Reverdi zu berichten, der
inzwischen als Serienmörder in einem malaysischen Gefängnis auf sein
Todesurteil wartet, wittert er die große Story. Doch bald realisiert Mark,
dass er sich mit den gewöhnlichen Mitteln des Journalismus der
Bestie nicht wird annähern können. Deshalb erfindet er in
einer teuflischen Eingebung Elisabeth und schlüpft damit in
die Rolle einer wissbegierigen jungen Frau, die zu Reverdi mit viel
subtileren Mitteln Kontakt aufnehmen kann. Mit einigem Einfallsreichtum
verleiht er Elisabeth eine eigene Identität und mit der
gestohlenen Fotografie eines befreundeten Models, der jungen Khadidja,
zudem auch eine sehr reizvolle Authentizität. Und die Falle schnappt
zu. In einem wahren Katz-und-Maus-Spiel führt der Serienmörder nun aus dem
Gefängnis heraus Mark mit geheimen Botschaften in sein makabres Universum
des Bösen ein. Elisabeth/Mark folgt der Blutspur seiner
bizarren Ritualmorde quer durch Südostasien. Doch Marks kaltschnäuziger
Plan hat unerwartete Folgen. Reverdi durchschaut sein Lügenspiel, und
während Mark in Paris bereits an seinem Bestseller schreibt, sieht Reverdi
in Kuala Lumpur keineswegs dem Tod in die Augen, sondern schafft es in
einer waghalsigen Aktion, aus dem Gefängnis zu entkommen ... Das
schwarze Blut ist die tragische Geschichte eines Journalisten, der von
der Faszination des Bösen geradezu verzehrt wird. Und angesichts der Verve
und kaltblütigen Ironie, mit der Jean-Christophe Grangé seinen Reporter
des Satans beschreibt, möchte man dieses Buch auf das Kopfkissen so
manchen Sensationsjournalisten legen. Sein Blick in den Spiegel am
nächsten Morgen wäre sicher aufschlussreich. Jean-Christophe Grangé
legt mit Das schwarze Blut erneut einen subtilen und intelligenten
Psychothriller vor. Das wirkt routiniert. Dennoch sollte man über seine
rasante Handlung, die sich teilweise ziemlich überschlägt, nicht die
versteckten Qualitäten des Autors übersehen: Grangé ist nicht nur ein
Meister der Hochspannung, sondern bietet hier wie schon in Der Flug der
Störche oder Das Imperium der Wölfe beeindruckende
Milieuschilderungen und tiefgründige Erzählwelten. Kurz: Konzentrierte
Hochspannung à la française! --Robert Schmidt
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Die Verschwörung (Stars (Bastei-Luebbe))
Es klingt wie eine marktschreierische Filmwerbung: "Die Geschichte ist wie
eine Mischung aus Tom Clancy und John Grisham, die in der politischen Welt
von Washington D.C. spielt." Aber David Baldacci ist es mit diesem mit
Technikzauberei gewürzten politischen Thriller in der Tat gelungen,
Elemente dieser beiden Bestsellerautoren miteinander zu verschmelzen. Der
Bösewicht ist die klassische Karikatur eines Spions: Der CIA-Superpatriot
Robert Thornhill möchte die glorreichen Tage der Central Intelligence
Agency in den Zeiten des Kalten Krieges wieder zurückholen, in denen das
Geld floss wie der Mississippi während einer Überschwemmung und das FBI
hilflos aus dem Hintergrund zuschaute. Aus seinem geheimen unterirdischen
Bunker heraus erpresst er Danny Buchanan, einen der großen Washingtoner
Lobbyisten, einen riesigen Bestechungskomplott in Gang zu setzen, der den
amerikanischen Kongress zwingen wird, sich den Wünschen des CIA zu beugen.
Aber Thornbills Plan hat eine undichte Stelle: Buchanans Assistentin Faith
Lockhart kommt hinter die schmutzigen Geschäfte ihres Chefs und
beabsichtigt, die ganze Schweinerei Thornbills Nemesis, dem FBI, zu
offenbaren. Thornbills Komplizen verüben auf Faith einen Mordanschlag,
aber die Kugel trifft versehentlich ihren Begleiter vom FBI. Faith
befindet sich nun mit Lee Adams auf der Flucht, dem Privatdetektiv, der
sie auf Geheiß Buchanans beschattet hatte. Wenn das alles ein wenig
verwirrend klingt, dann deshalb, weil es das hin und wieder auch ist.
Baldacci macht sich Mühe, die Spannung stetig steigen zu lassen, aber
manchmal ist es schwer sich zu merken, warum Faith und Lee nicht einfach
aufhören zu laufen und Hilfe holen. Dennoch, sie sind zwei sehr
sympathische Helden, und Baldaccis Schilderung der Welt der Lobbyisten und
des gegenseitigen Vernichtungskrieges zwischen FBI und CIA (komplett mit
technisch ausgefeiltem Spionage-Schnickschnack und abhörsicheren Kammern)
verleiht dem Roman einen Detailreichtum, der von äußerst sorgfältiger
Recherche zeugt. --Patrick O'Kelly
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Gottlos, 5 Audio-CDs
Mitten in einem handfesten Streit machen Sara Linton und Chief Jeffrey
Tolliver eine grausige Entdeckung. Eben noch haben die Gerichtsmedizinerin
und der Polizist über Jeffreys Seitensprung und seine möglicherweise
fatalen Folgen (eine lebensbedrohliche Erkrankung) diskutiert, da stolpert
letzterer über das Ende eines Metallrohrs, an dem mit Hilfe eines
Gummibands ein Drahtgitter befestigt ist. Sara und Jeffrey beginnen zu
graben -- und stoßen auf ein sargähnliches Gebilde, in dem eine Tote
liegt, die offenbar lebendig begraben wurde und unter unsäglichen Ängsten
und Qualen gestorben sein muss. Ihre Recherchen führen Sara und
Jeffrey zu einer fundamentalistischen Sekte. Und sie erkennen, dass das
tote Mädchen schwanger war. Aber wer könnte ein Interesse daran gehabt
haben, sie lebendig zu begraben? Wollte der Täter die Schwangere wegen
moralischer Verfehlungen nur zu Tode erschrecken? Und gibt es gar
vielleicht gleich mehrere, unabhängig voneinander operierende Täter? Denn
immerhin starb das Opfer an einer Zyankali-Vergiftung, die ihr wohl von
außen beigebracht worden ist. Dann verschwindet noch ein zweites Mädchen.
Ein mörderischer Wettlauf mit der Zeit beginnt... Gottlos der
US-amerikanischen Thriller-Spezialistin Karin Slaughter hat gewisse
Längen. Das liegt vor allem daran, dass nicht nur die eigentliche
Kriminalhandlung, in der auch die Polizistin Lea Adams eine wichtige Rolle
spielt, im Zentrum steht: Über weite Strecken geht es um das schwierige
Verhältnis zwischen Sara Linton und Jeffrey Tolliver, deren Beziehung ein
ums andere mal auf der Kippe steht. Wer allerdings Wert auf psychologisch
fein gesponnene Nebenhandlungen legt, wird gerade diesen Aspekt von
Gottlos zu schätzen wissen. Alle anderen kommen durch den packenden
Hauptstrang auf ihre Kosten. Da mag man über den ein oder anderen
vielleicht etwas zu lang geratenen Dialog zwischen Gerichtsmedizinerin und
Polizist gern hinweglesen. -- Stefan Kellerer, Literaturanzeiger.de
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